Als Berater bei microTOOL beschäftige ich mich in der täglichen Arbeit sehr intensiv mit unterschiedlichsten Prozessen und deren Beschreibungen. Dabei trifft man auch auf Prozesse, die mit dem Eclipse Process Framework auf Basis von SPEM definiert sind.
Die OMG bietet mit dem Software & Systems Process Engineering Metamodel (SPEM) einen Standard zur Modellierung von Prozessen. Dabei wird im Method Content der Prozess bestehend aus Work Products (Ergebnisse des Prozesses), Roles (die beteiligten Rollen) sowie Tasks (die Arbeitspakete des Prozesses) beschrieben. Im Process erfolgt dann die Festlegung des Ablaufplanes – also welche Arbeitspakete werden von welcher Rolle mit welchen Ergebnissen durchgeführt.

Abbildung 1: Modellierung von Prozessen nach SPEM (Quelle: Spezifikation von SPEM 2.0)
Das Open-Source Projekt Eclipse Process Framework (EPF) implementiert weite Teile dieses Standards und bietet mit dem EPF Composer ein Werkzeug zur Modellierung von Prozessen auf der Basis von SPEM. Der EPF Composer vereint dabei Softwarekomponenten, die die Definition und Publikation von Prozessen ermöglichen.
Projekt- oder Prozessverantwortlichen wird damit die Möglichkeit gegeben, einen definierten und dokumentierten Entwicklungsprozess zu erstellen. Jedoch wurde der EPF Composer nicht für die Ausführung von Prozessen entwickelt. Entsprechend fehlen viele Funktionen, die für das Durchlaufen eines Prozesses notwendig sind. So wird zum Beispiel der Zugriff auf einen Prozess durch mehrere Benutzer gleichzeitig nicht unterstützt. Der Ablaufplan kann nicht mit Terminen hinterlegt werden, um einen projektspezifischen Terminplan zu erstellen – dafür sind externe Programme notwendig.
Was also tun, wenn man einen EPF definierten Prozess mehr Leben einhauchen will? Ganz einfach: man importiert ihn nach in-Step! An Hand eines Beispiels möchte ich Ihnen zeigen, wie einfach das ist.
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